Prinzipien + Regelwerk
Special Olympics hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Erwachsenen mit geistiger Behinderung durch ganzjähriges, regelmäßiges Sporttraining und Wettbewerbe in einer Vielzahl von olympischen Sportarten dauerhaft die Möglichkeit zu geben, körperliche Fitness zu entwickeln, Mut zu beweisen, Freude zu erfahren und dabei Begabungen, Fähigkeiten und Freundschaften mit ihren Familien, anderen SO Athleten und der Gemeinschaft zu teilen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung steht allen Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung unabhängig von der Art und des Grads der Behinderung ab dem 12. Lebensjahr offen. Das wettbewerbsfreie Angebot kann ab dem 8. Lebensjahr besucht werden.
Durch das "Unified Sports" Programm - gemeinsames Training und Teilnahme an Wettbewerben von Menschen mit und ohne geistiger Behinderung in gemeinsamen Teams - soll die Integration von Menschen mit geistiger Behinderung auch außerhalb von Behinderteneinrichtungen gefördert werden. Dabei soll die Zusammensetzung der Teams so gestaltet sein, dass die Athletinnen und Athleten mit Behinderung und die "Partner" etwa vergleichbares Alter und ähnliches sportliches Leistungsniveau haben und sich über regelmäßiges gemeinsames Training kennen. Es ist nicht möglich, dass Coaches gleichzeitig "Partner" sind.
Bei allen Wettbewerbssportarten gelten die aktuellen internationalen Special Olympics Wettbewerbsregeln.
Wir erwarten von allen teilnehmenden Delegationen eine langfristige und fachgerechte Vorbereitung ihrer Athletinnen/Athleten und Coaches. Es ist Grundvoraussetzung, dass alle Coaches Kenntnis über die allgemeinen Sportrichtlinien (Artikel I des Regelwerks) besitzen.
Jede(r) Athletin/Athlet muss in der Lage sein, ohne den persönlichen Coach und unter Einhaltung der geltenden Regeln den Wettbewerb zu absolvieren. Jeder Teambetreuer muss die Regeln in seiner Sportart beherrschen und auch akzeptieren. Nur so kann der Veranstalter das gewollte Erfolgserlebnis für alle Teilnehmer ermöglichen und dem Anspruch des Ereignisses gerecht werden, die nationale Special Olympics Spitzenveranstaltung zu sein.
Eine gute Vorbereitung der Teams ist also unbedingte Voraussetzung für einen ungestörten organisatorischen Ablauf aller Sportarten!
Während der Veranstaltung wird in den Sportarten ein Regelkomitee eingesetzt, welches die Einhaltung der Regeln überprüft. Proteste der Teilnehmer sind schriftlich bei dem Komitee einzureichen.
Es soll kein(e) Athletin/Athlet von der Teilnahme ausgeschlossen werden; wer allerdings noch nicht über die Voraussetzungen für die Wettbewerbe verfügt, sollte sinnvollerweise zum wettbewerbsfreien Angebot angemeldet werden.
Ziel ist, jedem Teilnehmer entsprechend seines aktuellen und individuellen Vermögens eine erfolgreiche und freudvolle Teilnahme an den National Games zu ermöglichen.
Das Klassifizierungssystem von Special Olympics ist der fundamentale Unterschied zu allen anderen Sportorganisationen. Das Special Olympics Konzept ermöglicht Athletinnen und Athleten aller Leistungsstufen faire und spannende Wettbewerbe.
Es gibt keine Ausscheidungswettbewerbe, sondern Wettbewerbe in verschiedenen Leistungsgruppen. Die Wettbewerbe bei SO sind so strukturiert, dass die Athletinnen und Athleten in einer homogenen Leistungsgruppe nur gegen Athletinnen und Athleten mit einem vergleichbaren Leitungsniveau antreten. Die Zusammenstellung der Leistungsgruppen (Klassifizierung) erfolgt anhand der gemeldeten Bestleistungen (Skill Tests) und der vor Ort erbrachten Vorleistungen, welche jeweils am ersten Wettbewerbstag der Sportarten überprüft werden. Sieger und Platzierungen werden für jede einzelne Leistungsgruppe ermittelt. Der Leistungsunterschied innerhalb der Gruppe soll nicht mehr als 15% (Richtwert) betragen. Die homogenen Leistungsgruppen sollten mindestens drei, maximal acht Athleten umfassen.
Einteilungskriterien:
1) Geschlecht
2) Alter - Stichtag ist der 02. März 2009
Individuell
- 12-15
- 16-21
- 22-29
- 30 und älter
Mannschaftssportarten
- 15 und jünger
- 16-21
- 22 und älter
3) Leistungsvermögen (entscheidendes Kriterium, hat Vorrang vor den beiden anderen Kriterien)
- 10-15% Richtlinie
- Vormeldungen
- Vorortüberprüfung
- Wird überprüft durch das Games and Sport Rules Committee
- Mindestens 3, maximal 8 Athleten pro Leistungsgruppe
Wir fordern alle Athletinnen und Athleten sowie Coaches auf, sowohl bei der Meldung der Bestleistung als auch bei der Klassifizierung das wahre Leistungsvermögen anzugeben und zu zeigen. Nicht das Gewinnen sondern das faire und gemeinschaftliche Miteinander steht im Vordergrund! Weichen die Leistungen im Finale von den gemeldeten Zeiten und den Klassifizierungsergebnissen stark - entsprechend den Vorgaben des Regelwerks - ab, werden die Athletinnen und Athleten disqualifiziert.
Special Olympics Sportregeln Artikel 1 - Allgemeines
Richtlinien Sportwettbewerbe
sportspezifische Regelwerke
Badminton
Reiten (Das Regelwerk kann in der SOD Geschäftsstelle angefordert werden und wird per Post zugesendet)


