Projekt "JETST! - Junges Engagement im Sport"

Zu Beginn des Jahres 2009 ist das Projekt "JETST! - Junges Engagement im Sport" der Deutschen Sportjugend gestartet, mit dem sich die dsj geziehlt für die Engagementförderung benachteiligter junger Menschen im Sport einsetzt und zur Gewährleistung von Bildungs- und Chancengerechtigkeit beitragen möchte.

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen ist es das Projektziel, chancengleiche Zugänge zum Engagement im Sport für Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig vom Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder Kultur zu eröffnen. In diesem Zusammenhang solen bislang weniger erreichte Zielgruppen durch innovative und attraktive Angebote zum bürgerschaftlichen Engagement motiviert und nachhaltige Netzwerke, Strukturen und Rahmenbedingungen für eine zielgruppengerechte Engagementkultur im Sport geschaffen werden.

Anerkennung  von hoher Stelle gab es zum Jahresende für die Organisatoren der Nationalen Spiele für Sportler mit geistiger Behinderung, die vom 14. bis 19.6. in Bremen stattfinden. Ihr Konzept, auch Menschen mit geistiger Behinderung als Helfer, Kampfrichter, Athletensprecher, bei Siegerehrungen oder bei der Beköstigung einzubinden – „Wir wollen daß sich unsere Gäste in Bremen wohlfühlen!“ - , erhält vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend einen Zuschuss von 40.500.-€. „Unsere Athleten können viel mehr als wir zumeist denken. Deshalb freuen wir uns vor allem für sie, dass unser Vorhaben unterstützt wird“ betonte OK-Präsident Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke, zugleich mit seinem Bremer Kollegen Prof.Dr. Dietrich Milles Leiter des Projekts.

Das Projekt war als eines von 85 Bewerbungen für  ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen in die Auswahl der letzten 8 gekommen. Es wurde am 4.2. in Frankfurt von der Deutschen Sportjugend im Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik vorgestellt als einziges Angebot, das sich ausdrücklich an Menschen mit geistiger Behinderung wendet. Es beinhaltet einen weiteren Schwerpunkt mit einem Motivations- und Qualifizierungsangebot für die zahlreichen „Volunteers“ aus Schulen, Vereinen und Betrieben. Über die Special Olympics Akademie erhalten die rund 2000 freiwilligen Helfer vor und nach den Spielen in Bremen Gelegenheit, ihr Aufgabenfeld besser zu verstehen und insbesondere die Lebenssituation und Potentiale von Menschen mit geistiger Behinderung  kennenzulernen. Der für das Mitarbeitermanagement zuständige Juniorprojektleiter Tom Hauthal hofft, am Ende 100 Jugendliche für eine umfangreichere Ausbildung gewinnen zu können, so dass sie auch nach den Spielen mit diesen besonderen Sportlern und ihren Einrichtungen zusammenarbeiten werden.

Die Laufzeit der Förderung beträgt 20 Monate und soll die hoffentlich positiven Erfahrungen  mit dem  Bremer Modell bei den Special Olympics-Winterspielen 2011 in Altenberg weiter vertiefen. Danach sollen Helfer mit geistiger Behinderung  fest zum Konzept aller künftigen Spiele werden.  Sie stehen für das Motto der Spiele „In jedem von uns steckt ein Held“.

 

Alle Hinweise rund um das Förderprojekt JETST sind auf der Homepage www.jetst.de in Erfahrung zu bringen.